Hessenmeisterschaften Eschwege 2016

Zwei Titel, drei Vizemeisterschaften und vier Bronzemedaillen auf dem Werratalsee

Mit deutlich kleinerer Mannschaft traten die Weilburger Ruderer in diesem Jahr den Kampf um die Medaillen auf dem Werratalsee in Eschwege an. Während auf der 1.000 m – Strecke eher enttäuschende Ergebnisse zu verzeichnen waren, gelang es vor allem den Mastersruderern auf der Sprintstrecke gute Platzierungen einzurudern. Hier war Andrej Prinz erfolgreichster Weilburger Starter.

Die erste Goldmedaille für den sonst erfolgsverwöhnten WRV erkämpfte Caroline Joris.

Im Leichtgewichts-Frauen-Einer A bestimmte sie vom Start weg das Renntempo und lag bei Streckenhälfte schon auf Medaillienkurs. Auf den letzten Metern musste sie aber die Eschwegerin Michelle Hesse passieren lassen gewann Silber vor  Carolin Hinn (Kassel).

Auf der Sprintstrecke drehte Joris dann den Spieß um und setzte sich mit hoher Schlagzahl gegen Hesse und Hinn durch und holte den ersten Weilburger Titel.

Andrej Prinz hatte als Sprintspezialist nur zur Kurzstrecke gemeldet und konnte bei den Masters hinter dem sieben Jahre jüngeren Hanauer Raphael Reiß zuerst die Silbermedaille erkämpfen.

Im Doppelzweier mit Hans-Martin Bruckner passte vom Start weg alles. Mit hoher Frequenz und guter Rudertechnik setzte sich das Weilburger Duo in Front und gewann die Hessenmeisterschaft mit einer knappen Bootslänge vor Großauheim und Frankfurt.

Überrascht war man, dass Maximilian Schultheis und Florian Horz im Junior-Einer B auf der 1.000 m – Strecke nicht das Finale erreichten. Schultheis wurde im Vorlauf nur Dritter, Horz blieb in aussichtsreicher Position liegend an einer Boje hängen, musste einige Schläge aussetzen und schied ebenfalls aus.

Im Doppelzweier harmonierte es bei den beiden auch nicht so recht, denn trotz knappem Zieleinlaufs der fünf Boote reichte es hier an beiden Tagen nur zum undankbaren vierten Rang.

Auf der Sprintstrecke über 350 Meter am Sonntag qualifizierten sie sich sicher für das Finale. Hier setzte sich im Endspurt der Eltviller Jakob Wagner durch, Schultheis holte sich knapp dahinter Silber vor Horz, der nur vier Zehntel Sekunden dahinter durchs Ziel ruderte.

Ein knappes Finish erlebten die Zuschauer im Junior-B-Doppelvierer, in dem Schultheis / Horz mit Max Schuld und Jakob Wagner, Steuermann Marc Riegel noch einmal angreifen wollten. Nur eine Sekunde trennten sie vom Sieger aus Limburg, Hanau kam eine halbe Sekunde vor dem Bronzemedaillengewinner aus Weilburg ein.

Jakob Wagner und Marc Riegel kamen im kleinen Finale des Leichtgewichts-Junioren-B Einers an beiden Tagen über Platz fünf und sechs nicht hinaus,

Ein engagiertes Rennen zeigte die jüngste Weilburgerin, die leider nur die routinierte Frankfurterin Antonia Labonde als Gegnerin hatte, dieser aber bis zum Ziel alles abverlangte und Zweite wurde. Auf der Sprintdistanz fehlte der Weilburgerin nur eine Sekunde zum Sieg.

Mit Marie Kientzler im Doppelzweier, die ihren ersten Regattaeinsatz überhaupt hatte, blieb mit deutlichem Abstand nur Platz drei.

Nur einen Gegner hatten die reaktivierten Senioren des WRV in Renngemeinschaft mit Wetzlar im abschließenden Männer-Achter.

Tobias Jung, Markus Fuhrländer, Christian Laux, Alexander Erbe, Nikolai Schwab und Pierre Kreuzer und steuerfrau Caroline Joris wagten sich erstmals an die 1.000 m-Strecke konnten das Rennen aber gegen den routinierten Aufsteiger in die erste Ruder-Bundesliega aus Giessen nicht gewinnen.

Auch auf der Kurzstrecke dominierten die Gegner von der oberen Lahn und Limburg konnte sich mit einem Achter voller aktiver Ruderer noch dazwischen schieben.

Dafür wurde es im Männer-Doppelvierer richtig spannend. Weilburg trat sogar mit zwei Mannschaften an. Favorit waren wieder die Gießener Ruderer, die sich bei Streckenhälfte etwas in Front schieben konnten, dahinter kämpften Sebastian Maaß, Andrej Prinz, Hans-Martin Bruckner und Nikolai Schwab gegen Tobias Jung, Christian Laux, Alexander Erbe und Markus Fuhrländer um die Silbermedaille. Gießen holte mit einer Sekunde Vorsprung Gold, Silber ging an die Mannschaft um Prinz, der zweite Weilburger Vierer holte wiederum eine Sekunde zurück Bronze.

 

 

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