Hessenmeisterschaften Eschwege 2018

Mit einem großen Team aus 18 erfahrenen Skullern und Nachwuchs des letzten halben Jahres traten die Weilburger Ruderer den Kampf um die Medaillen auf den sechs Bahnen des Werratalsees in Eschwege an. Sowohl auf der 1.000 m – Strecke am Samstag, als auch auf der 350 m – Sprintstrecke am Sonntag stiegen sie in 31 Rennen zwanzig mal aufs Treppchen.

 Fiona Bückner und Anika Lommel erfolgreichste Weilburger Starterinnen.

 Am Samstag hatten vor allem die leichtgewichtigeren Sportler Probleme mit dem Seitenwind, der im Startbereich ein Ausrichten der Boote schwer machte und im Zielbereich einzelne Bahnen bevorzugte.

Die jüngsten und leichtesten Weilburgerinnen, Maurine Gath und Isabella Bückner  ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen, egalisierten einen Startrückstand im Mädchen Doppelzweier 11/12 J und zogen mit langen Schlägen zur ersten Hessenmeisterschaft des WRV. Am Sonntag passte dann trotz besserer Rennbedingungen der Start gar nicht, sodass das Duo sofort in Rückstand geriet aber trotzdem mit Bronze zufrieden waren.

Bei den Leichtgewichts-Jungen (12/13 Jahre) erkämpften Florian Fischer / Simeon Tilmann die Bronzemedaille hinter Wiesbaden und Germania Frankfurt und verpassten beim Sonntagssprint nur mit zwei Zehntel Sekunden die Silbermedaille, diesmal hinter Borussia Frankfurt.

Erste Regattaerfahrungen, aber keine Chancen auf eine Medaille gegen die älteren und schwereren Gegner hatten Fischer / Tilmann mit Moritz Gampe und Kilian Freihold und Steuermann Raphael Schürmann im Doppelvierer 12/13 Jahre.

David Wolf war mit der Bronzemedaille hinter Hektor Gutmann (Wiesbaden) und Jona Trier (Kassel)  im Jungen-Einer 14 J gar nicht zufrieden, ging dafür im Sprintrennen mit hoher Frequenz die Strecke an, übernahm sofort die Führung und holte die zweite Hessenmeisterschaft an die Lahn.

Sören Schoenfelder musste sich in beiden Rennen mit Platz sechs begnügen.

Im Doppelzweier liefern Wolf / Schoenfelder regelmäßig solide Rennen ab, sie kamen mit Platz drei zufrieden hinter Kassel und Germania Frankfurt aufs Treppchen und erkämpften sich auch im Sprint mit knappem Rückstand die Bronzemedaille.

Am Samstag mussten Fiona Bückner / Anika Lommel noch mit der Silbermedaille hinter Offenbach und vor Germania Frankfurt zufrieden sein, profitierten aber im Sprint von einer Unachtsamkeit des Frankfurter Bootes und ruderten als Hessenmeisterinnen über die Ziellinie, Limburg wurde Dritter.

Als stärkste Einer-Ruderin des WRV war Sophie Eber im Skiff gemeldet, sie erkämpfte Bronze hinter Offenbach und Wiesbaden, und konnte sich im Sprint dann hinter Wiesbaden über die Silbermedaille freuen.

Emma Cromm ging im Doppelvierer mit Sophie Eber, Anika Lommel, Fiona Bückner und Steuerfrau Marie Kientzler erstmals an den Start, die Crew ruderte fehlerfrei, musste nur die routinierte Wiking Offenbach passieren lassen und sicherte sich Silber vor Germania Frankfurt. Am Sonntag zog das Boot bei Streckenhälfte in die Führungsposition, fing dann aber den verflixten Krebs und musste so hinter Limburg und Germania Frankfurt mit Bronze zufrieden sein.

Fünfzehn Skuller traten den Kampf um die Medaillen im Junior-Einer B an. Im Vorlauf sicherte Sebastian Kreuzer sich mit Platz zwei die Finalteilnahme und konnte hier als Jüngster die Bronzemedaille hinter Hanau und Kassel erkämpfen. Dass im Sprint um das Treppchen nichts passieren darf musste Kreuzer nach seinem Vorlaufsieg im Finale erfahren. Zwei Skullberührungen mit den Begrenzungsbojen, der Rhythmus war dahin und so blieb nun Rang fünf.

Im Männer-Einer B setzte Maximilian Schultheis seine ganze Physis ein, überholte in einem furiosen Endspurt die Gegner aus Mainz-Kastel und Wetzlar und gewann Silber hinter dem Limburger Nils Krause. Zuvor hatte er allerdings im Junior Einer A als Vierter des Vorlaufes knapp das Finale verpasst. Auch im Sonntagssprint fehlten ihm zur Finalteilnehme nur vier Zehntel Sekunden. Im Doppelvierer in Renngemeinschaft mit Wiesbaden gab es auf der 1000 m-Strecke einen spannenden Bord-an-Bord-Kampf mit dem Boot aus Hanau/Limburg, das auf der Ziellinie nur zwei Zehntel Sekunden Vorsprung hatte. Schultheis‘ Crew gewann Silber vor drei weiteren Frankfurter Booten. Am Sonntag saß Schultheis im Hanauer Boot, die Mannschaft harmonierte auf Anhieb und gewann mit hoher Frequenz und präziser Ruderarbeit den Titel vor zwei Frankfurter Renngemeinschaften.

Caroline Joris musste an diesem Wochenende Carolin Hinn (Wiesbaden) den Vortritt im Leichtgewichts-Frauen-Einer B lassen, sie wurde Zweite vor Marburg. Bei den Schwergewichten im Sprint trennte sie auf Platz vier einrudernd nur eine gute Sekunde vom Titel..

Im Doppelvierer mit den Wetzlarerinnen Grebe, Müller und Knefel entschied sich der Kampf um die Medaillen erst auf der Ziellinie, ein weiteres Mal Silber für Joris hinter Wiesbaden/Limburg und vor Höchst / Limburg.

Jakob Wagner fehlten im Leichtgewichts Einer A vor allem auf der zweiten Streckenhälfte die Körner, er wurde Sechster, über 350 Meter kämpfte er um Bronze mit, belegte auf der Ziellinie dann Platz fünf.

B-Leichtgewicht Anna Lindrath ging nach einem fiebrigen Infekt noch angeschlagen in die Rennen und wurde am beiden Tagen Fünfte, am Sonntag ruderte Marie Kientzler auf Platz sechs.

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